DJK Forster Linde ....
...ein kleiner Rückblick auf die Vereinsgeschichte
Gründungsphase
Im Jahre 1896 bildete sich in der Pfarre St. Katharina in Aachen–Forst der
„Katholische Jünglings- und Männerverein“, aus dem - der Entwicklung des
Verbandes folgend – sich im Oktober 1920 der Sportverein DJK Forster Linde
gründete. Im Zuge der allgemeinen Begeisterung für das Fußballspielen wurde im
Verein zunächst eine Fußballabteilung gegründet. Erster Vorsitzender wurde
Wilhelm Trebels, er war gleichzeitig auch der verantwortliche Sportleiter.
Der frühere Exerzierplatz „Brander Heide“ (das heutige belgische Camp) sowie das Gebiet
der Lützowkaserne an der Trierstraße wurden als Sportplätze genutzt. Die
Sportkleidung war sehr einfach. Vaters Schuhe dienten als Fußballschuhe, die von
Mutter oder Schwester gefertigten bunten Hosen waren praktisch, wenn auch nicht
immer nach dem letzten Modechic. Nach und nach kam dann eine einheitliche Kluft
für die Mannschaft, was die Fußballbegeisterung noch erhöhte.
Entwicklung der DJK Forster Linde
Der Verein fand großes Interesse in Forst und die Mitgliederzahl nahm stetig zu.
Leider sind durch den Krieg alle Unterlagen vernichtet worden, doch müssen
schon sehr bald nach der Gründung regelmäßig Spiele gegen andere Mannschaften
stattgefunden haben. Wichtig waren damals schon Freunde und Gönner. Dazu zählen
in den Anfangsjahren des Vereins der damalige Präses Kaplan Schneider und J.
Müller, Besitzer des einzigen Schuh und Sportartikel-Geschäftes in Forst . Er
räumte den DJK – Mitgliedern Teilzahlungsmöglichkeiten ein. Die Menschen waren
arm und konnten sich große Ausgaben nicht leisten. Die Aktiven zahlten für die
Spielerkleidung, die Schuhe und gemeinsam für den Ball pro Woche jeweils 0,05
Reichsmark zurück bei einem mageren Sonntagsgeld von 0,20 bis 0,30 RM.
Mit den anderen Vereinen in Forst bestanden enge freundschaftliche Kontakte. Bei
Veranstaltungen half man sich gegenseitig mit Rat und Tat. Von den Freunden des
„Vereins für Rasenspiele Forst“ wurde der damals bekannte Spieler Martin Sauren
als Trainer zur Verfügung gestellt und von der DJK Forster Linde Verpflichtet.
Der Verein wurde immer größer, das Vereinesleben entfaltete sich stetig besser.
Im Jahre 1922 kam am Freunder Weg ein eigener Sportplatz dazu. Ab diesem
Zeitpunkt war man in der Lage, innerhalb des Verbandes Deutsche Jugendkraft
regelmäßig Freundschafts- und Meisterschaftsspiele auszutragen.
Im Jahre 1924 kam „Schlagball“ als neue Sportart in das Programm. Auch dieses
Sportangebot fand regen Zulauf und im Herbst 1924 waren bereits zwei
Mannschaften aktiv.
![]() 1. Schlagballmannschaft 1924 |
![]() 1. Fußballmannschaft 1926 |
Wilhelm Trebels führte die DJK Forster Linde bis 1928, dann übergab er den
Vorsitz an Franz Delpy. Dieser war vom VFR Forst gekommen, er blieb 1.
Vorsitzender bis 1932. Seim Nachfolger wurde Heinrich Kamm, der zu den Gründern
des Vereinsgehörte und bereits 1920 als 18-jähriger Mitglied der DJK Forster
Linde wurde. Er versuchte alles, um trotz der politischen Wirren das christliche
Gedankengut hochzuhalten, bis die DJK 1935 von den Nazis verboten wurde.
Wiedergründung und Neubeginn
Dem persönlichen Einsatz der aus dem Kriege zurückkehrenden ehemaligen DJK –
Mitglieder ist es zu verdanken, dass der Sportverein DJK Forster Linde nach dem
Kriege wieder auflebte. Nach Überwindung vieler organisatorischer Schwierigkeiten
kam es 1956 zur offiziellen Neugründung. Der sportliche Start erfolgte mit
Handball und Tischtennis, denen 1957 Leichtathletik und Turnen folgten.
Die Erstellung der neuen Turnhalle an der Zeppelinstraße in den Jahren 1949/50
brachte dem Sport in Forst einen kräftigen Aufschwung . Durch tatkräftige
Mithilfe früherer DJK-Mitglieder konnte kurz nach der Wieder -Gründung der
Turnsport in der neuen Halle schnell aufgenommen werden. Fußball konnte mangels
eines Sportplatzes nicht mehr angeboten werden.
Vor allem die Turnabteilung fand sehr viele begeisterte Interessanten. In der
Folgezeit wuchs die Turnabteilung immer mehr, während Handball und Tischtennis
zurückgingen und aus dem Programm genommen wurden. Der nun amtierende 1.
Vorsitzende Willi Lennartz zeigte viel Geschick, den Verein mit gestandenen
Mitgliedern im Vorstand umsichtig zu führen und ihm einen Platz in Forst zu
sichern. Am 30. Mai 1957 wurde in der Pfarrkirche St. Katharina eine neue
Vereinsfahne geweiht. Im Rahmen der gesellschaftlichen Aktivitäten wurde bei
einem Eltern- und Werbeabend am 28. September 1958 verdienten Mitgliedern die
silberne Ehrennadel des Vereines verliehen.
Die Aktivitäten weiteten sich aus. Es folgten Schülervergleichskämpfe im
Turnen (1960) und die Vereinsmeisterschaften für alle Altersgruppen in diversen
Disziplinen. Ein sportlicher Höhepunkt besonderer Art wurde beim 4.
Bundessportfest in Nürnberg erreicht, als die beiden Turnwarte Klaus Lelikens
und Willi Classen 1961 die ersten Bundessieger-Goldmedaillen errangen. Natürlich
wurden solche Siege immer mit besonderer Freunde im Verein verzeichnet. Beim
Gaufest der Turner im Jahre 1964 in Schleiden standen sogar 10 Sieger der DJK
Forster Linde auf dem Treppchen. Auch in Mönchengladbach 1965 gingen die Turner
nicht leer aus.
Die älteren Vereinsmitglieder gründeten 1959 eine Kegelabteilung, die sich
regelmäßig zum Kegeln, aber auch zu geselligen Abenden traf. Diese Abteilung
war bis Anfang der neunziger Jahre aktiv. Leider musste sie dann wegen zu
geringer Mitgliederzahl ihre Aktivitäten einstellen.
Willi Lennartz musste den Verein wegen Umzugs aus Aachen verlassen, an seiner
Stelle übernahm Willi Classen vorübergehend kommissarisch die Vereinsführung. Im
November 1966 wurde Walter Schmitz zur 1. Vorsitzenden gewählt. Leider musste er
aus beruflichen Gründen das Amt bald wieder niederlegen. Im Vereinslokal Spander
kam es dann zur Neuwahl. Heinrich Kamm, der seit der Widergründung 1956 als
Sozialwart im Vorstand tätig war, wurde einstimmig zum 1. Vorsitzender der DJK
Forster Linde gewählt. Bei einer Veranstaltung am 18. Oktober 1969 wurden sieben
verdiente Mitglieder durch den Kreisvorsitzenden mit der goldenen DJK –
Ehrennadel ausgezeichnet.
In der Folgezeit ging es vor allem darum, das Erreichte zu festigen und zu
bewahren. Nach einem Tiefpunkt in der Mitgliederzahl 1965 – 25 aktive Mitglieder
– stieg die Zahl relativ rasch wieder an. 1967 waren es rasch wieder 185
Mitglieder. Mit dem Umzug von der Zeppelinstraße zur Turnhalle der Schule
Forster Linde und der Besiedlung von Driescher Hof erlebte die DJK Forster Linde
dann einen Vereisfrühling. Mit der Öffnung zum Breitensport und der
Angebotsvielfalt setzte dann ein Aufwärtstrend ein, der den Verein im Jahre 1973
auf über 500 Mitglieder brachte.
1972 legte Heinrich Kamm im Alter von 70 Jahren sein Amt nieder. Der Verein
ehrte ihn für seinen Einsatz, indem es ihn zum Ehrenvorsitzenden der DJK Forster
Linde ernannte. Heinrich Kamm blieb aber weiter im Verein als Mitglied der
Kegelabteilung aktiv. Als Ehrenvorsitzender nahm er, soweit es ihm möglich war,
an allen Veranstaltungen des Vereins teil. Seine Arbeit wurde auch vom
DJK-Verband mit mehreren hohen Ehrungen honoriert.
Neuer Vorsitzender wurde Mathias Kurth, der dieses Amt bis 1975 bekleidete. Die
Arbeit im Vorstand wuchs mit der steigenden Mitgliederzahl. Jahr für Jahr
erweiterte der Verein die sportliche Angebotspalette. Mit der Wiedergründung
der Tischtennisabteilung in 1973 wurde der größte Schritt für die dann folgende
Steigerung der Mitgliederzahl getan. Sehr schnell bildeten sich Mannschaften
aller Altersgruppen, die aktiv und erfolgreich am Wettkampfbetrieb teilnahmen.
Die DJK Forsterlinde wird e.V.
Am 28.02.1975 wurde von der Mitgliederversammlung die Vereinssatzung
verabschiedet und der Verein „SV DJK Forster Lide 1920“ in das Vereinsregister
beim Amtsgericht Aachen eingetragen. Gleichzeitig wurde vom Finanzamt die
Gemeinnützigkeit bestätig.
Bei dieser Mitgliederversammlung wurde Josef Steins, aktives Mitglied in der
Tischtennisabteilung, zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Im Oktober 1975 konnte
der Verein sein 600. Mitglied aufnehmen. Damit konnten in einem Jahr die
Mitgliederzahlen um 60 gesteigert werden.
Das Vereinleben wurde weiter aktiviert, große Veranstaltungen wurden
durchgeführt. 1976 fand ein erstes Schauturnen mit über 200 Mitwirkenden statt.
Das Sportangebot umfasste über 50 Wochenstunden in verschiedenen Sportarten. Die
Tischtennis- Abteilung hatte 1977 12 Mannschaften im Wettkampfbetrieb.
Am 08. Mai 1975 konnte im Augustinerwald in Zusammenarbeit mit der BARMER der 1.
Lauftreff des Vereins mit einer kleinen Feier eröffnet werden.
60jähriges Bestehen
1980 wurde das 60-jährige besehen der DJK Forster Linde mit einem großen
Festprogramm gefeiert. Außerdem beteiligten sich Mitglieder der Turn- und der
Tischtennisabteilung an Turnieren und an Wettkämpfen und erreichten dabei
vordere Platzierungen. 7 Tischtennis-Mannschaften spielten in verschiedenen
Klassen in den Meisterschaftsrunden mit. Regelmäßig trafen sich in jedem Jahr
mehrfach die Mitglieder zu Wanderungen verschiedener Längen mit vielen
Teilnehmern. Das war auch in den Folgejahren nicht anders.
![]() 1980 – Beim Festabend 60 Jahre DJK Forster Linde begrüßt der 1. Vorsitzende Josef Steins die zahlreichen Gäste |
![]() Schauturnen 1980 – Eine Gruppe kurz vor dem Auftritt |
1981 nahm eine große Zahl von Mitgliedern am Bundessportfest der DJK in
Mönchengladbach teil. Unsere Turnerinnen errangen den 3. Platz hinter
Schweinfurt und Ludwigshafen. Die Veranstaltungen „DJK Forster Linde stellt sich
der Öffentlichkeit vor“ am 25.10.81 fand bei Mitgliedern und Zuschauern sehr
großen Anklang. Auch 1982 setzte sich die Erfolgsserie fort. Die Turnerinnen
wurden Ligameister der A-Liga und 1983 der A- und B-Gruppe. Die Teilnahme an dem
jährlichen Gau-Kinderturnfest gehörte für die Turnabteilung schon längst zum
festen Programm.
Am 07. Oktober 1983 dann eine schreckliche Nachricht. Der 1. Vorsitzende Josef
Steins erlag auf der Rückfahrt von einem Tischtennisspiel einem Herzinfarkt.
Bestürzung, Betroffenheit und Trauer erfasste die Mitglieder und alle, die ihn
kannten. Josef Steins hatte den Verein, für den er alles zu geben bereit war, so
nachhaltig geprägt wie keiner seiner Vorgänger. Als er mit 41 Jahren so
plötzlich starb, hinterließ er einen Verein von Bedeutung im Aachener
Vereinsleben.
Es geht weiter
Nach dem ersten Schock versuchte der Vorstand, die Arbeit weiterzuführen. Der 2.
Vorsitzende Dr. Werner Bremen übernahm die Vereinsführung bis zur nächsten
Jahreshauptversammlung. Am 28.02.1984 wurde er dann offiziell als 1.
Vorsitzender gewählt. Er versprach den Mitgliedern, die Arbeit im Sinne von
Herrn Steins fortzusetzen.
Im April 1984 führte die Jugendabteilung der DJK Forster Linde zwei Freizeiten
im ATG Heim Mulartshütte mit 17 bzw. 28 Teilnehmern durch. Es folgten am 6. Mai
ein Schauturnen in der Brander Halle und am 24. Juni die Teilnahme am
Gau-Kinderturnfest in Schleiden. Herausragendes Ereignis in 1985 war das
Gau-Gymnastikforum, das am 17. November im Auftrag des Turngaues von der DJK
Forster Linde im Schulzentrum Brander Feld ausgerichtet wurde. Über 25 Vereine
aus dem Raum Aachen mit mehr als 350 Teilnehmern waren gekommen, um in einem
bunten Reigen von Vorführungen aller Art einen Einblick in ihr Übungs- und
Sportprogramm zu geben.
Viel Planung und Vorarbeit war von der DJK Forster Linde gefordert, um die
Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Viele Mitglieder stellten sich
zur Verfügung und dank ihrer tatkräftigen Mitarbeit konnte die vierstündige Show
reibungslos und zur Zufriedenheit aller abgewickelt werden.
Die Kegelabteilung, zu der sich die älteren Vereinsmitglieder zusammengetan
hatten, feierte 1985 ihr 25jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hatte der
Vorstand im „Alten Schöffenhaus“ an der Forster Linde einen Ehrenabend für seine
„ältesten“ Mitglieder vorbereitet, wobei in einer schönen und geselligen Runde
auch einige Auszeichnungen vorgenommen wurden.
![]() 1985 – 25 Jahre Kegelabteilung, Präses Otto Enger gratuliert |
![]() Die Mitglieder der Kegelabteilung feiern im Schöffenhaus |
Großveranstaltung in 1986
Das Jahr 1986 brachte dem Verein eine Reihe von Großveranstaltungen, die den
Einsatz vieler Mitglieder als Helfer erforderte und alle mit großem Erfolg
abschlossen. Es begann mit der Tischtennis-Abteilung, die am 18. und 19. Januar
für den Westdeutschen Tischtennisverband in der Großsporthalle Hander Weg die
39. Westdeutschen TT-Einzelmeisterschaft ausrichtete, 111 Vereine nahmen daran
teil, die Organisation war perfekt und die vielen Helferinnen und Helfer der
TT-Abteilung konnten vom WTTV uneingeschränktes Lob entgegennehmen.
Im Mai 1986 begann auch die DJK Forster Linde das elektronische Zeitalter.
Anlässlich des bevorstehenden Gau-Kinderturnfestes wurde sie schon lange
geplante EDV-Anlage beschafft. Dabei wurde klargestellt, dass EDV nicht wie böse
Zungen behaupteten, „ETWAS DAS VERWIRRT“ heißt, sondern ELEKTRONISCHE
DATEN-VERARBEITUNG. Sie sollte der besseren Mitglieder- und Beitragsverwaltung
dienen und auch den allgemeinen Schriftverkehr erleichtern. Nach einer kurzen
Einarbeitungsphase wurde dieses Ziel auch bald erreicht.
![]() 1986 – Organisation beim Gaukinderturnfest in Brand |
![]() 1986 – Gaukinderturnfest – Auswertung erstmals über EDV |
Das Gaukinderturnfest im Juni bedeutete die nächste große Herausforderung. Die
Vereinszeitung berichtete darüber wie folgt.
„Eine glückliche Hand hatte der Turngau Aachen mit der Vergabe des
Gau-Kinderturnfestes an den diesjährigen Ausrichter, die DJK Forster Linde. Rund
um das Schulzentrum Brander - Feld tobten Kinder bunt durcheinander, Familien
hielten zahlreich kleine Picknicks ab, und hungrige Mäuler drängten sich um die
Zelte des Technischen Hilfswerks (THW), um in den Genuss von Erbsensuppe,
belegten Brötchen und heißen Würstchen zu kommen. Vom frühen Morgen an hatten
1327 Kinder zwischen 4 und 14 Jahren ihre Kräfte bei Schwimmen-, Turn- und
Leichtathletik-Wettkämpfen gemessen. Die kleinen Turner schlugen Räder und
Purzelbäume, „todesmutige“ Jungen und Mädchen eiferten an Barren und Reck ihren
„großen“ Vorbildern nach und Wassernixen kraulten mit dem Sekundenzeiger um die
Wette.
![]() 1986 – Gaukinderturnfest – Aufmarsch der Teilnehmer |
![]() 1986 – Stolze Sieger beim Gaukinderturnfest in Brand |
Ein spannender Bodenkrimi zu Tatort Musik, geturnt von Jugendlichen des
Kunstturnclubs Aachen, leitete nach Beendigung aller Wettkämpfe einen bunten
Nachmittag ein. I-Dötze verzauberten mit effektvollen Seilübungen und die
Junioren das ATV Geilenkirchen lösten mit einer Rock’n Roll-Nummer Begeisterung
aus. Hinter ihren Turnkindern zurückstehen wollten auch die Damen der DJK
Forster Linde nicht. Sie legten zu heißen Samba-Rhythmus einen südamerikanischen
Tanz aufs sportliche Parkett, der ihnen nicht nur von den Kleinsten bewundernde
Blicke einbrachte.
Endlich war es dann soweit: aufgeregt marschierten alle Teilnehmer – 40 Vereine
aus Aachen und Umgebung waren angereist – begleitet vom Trommler- und
Pfeifferkorps Aachen-Forst zur Siegerehrung in die Turnhalle Brander Feld ein.
Die Zuschauer auf den Tribünen, die bis zum letzten Patz gefüllt war, spendeten
reichlich Beifall. Zuschauer wie Offizielle der Sportverbände konnten sich
überzeugen, dass in den Vereinen wertvolle Arbeit geleistet und den Kindern
sinnvolle Freizeitgestaltung angeboten wird. Fazit: Ein gelungenes Fest; unter
der ausgezeichneten Leitung der DJK Forster Linde und ihrer zahlreichen Helfer
eine erfolgreiche Werbung für den Sport.“
Dies kam auch nochmals in dem Dank des 1. Vorsitzenden Dr. Bremen anlässlich
eines Dankeschön-Abends am 6. September 1986 zum Ausdruck. Der Verein hatte die
insgesamt 103 freiwilligen Helferinnen und Helfer der DJK Forster Linde ins
Vereinsheim der Gartenkolonie Schönforst eingeladen, um Bilanz zu ziehen und
fast alle kamen. Ein ausgezeichnetes „kaltes Büffet“ entschädigte ein wenig für
die geleistete Arbeit.
Den Abschluss der Großveranstaltungen 1986 bildete der DJK-Diözesanverbandstag.
Traditionsgemäß hatte der DJK-Diözesanverband seine Delegierten für Buß- und
Bettag zum Verbandstag eingeladen. Der Gastgeber war die DJK Forster Linde im
Gemeindezentrum Franziska von Aachen. Unter den 186 Teilnehmern waren auch
einige Ehrengäste aus Politik und Sport. Im Rahmen der Ehrungen wurde Willi Classen von der DJK Forster Linde, der im März 1986 sein 80. Lebensjahr
vollendete, noch immer aktiver Turner war schon alle DJK-Ehrungen besaß, mit dem
Buchgeschenk ausgezeichnet.
Am Vormittag wurden allgemeine Themen behandelt, am Mittag feierten alle die
Eucharistie, die von mehreren Geistlichen, unter ihnen auch unser Präses Pastor
Enger, zelebriert wurde. Nach dem Mittagesse, von Mitgliedern der DJK Forster
Linde gekonnt serviert, begann die Vollversammlung mit den anstehenden Wahlen.
Während der gesamten Veranstaltung wurden die Teilnehmer von den DJK-Helfern mit
Getränken, Kaffee und Kuchen versorgt. Diözesanvorsitzender Dr. Driesch dankte
zum Abschluss ausdrücklich der DJK Forster Linde für die hervorragende
Ausrichtung dieses Verbandstages.
Neben diesen Großveranstaltungen ging natürlich auch der normale Sportbetrieb
weiter. Von der Tischtennis-Abteilung nahmen an der Meisterschaft 1986/87 sieben
spielende Mannschaften ( 5 Herren und 2 Damenmannschaften) teil und belegten
dabei gute Plätze. Vereinsintern wurde eine Vereinsmeisterschaft und ein
Vereinspokal der TT-Abteilung ausgespielt.
Die Volleyballer führten am 19. Oktober ihr inzwischen schon traditionelles
Volleyball-Turnier mit 12 Hobby-Mannschaften um den „Josef-Stein-Gedächnis-Pokal“
im Schulzentrum Laurensberg durch. Auch im Rahmen der Ausbildung wurde einiges
getan, 6 Mitglieder durchliefen die Übungsleiter-Ausbildung und erhielten am
Jahresende ihren Übungsleiterschein.
Die Jahre 1989 bis 1994
Im den folgenden Jahren ging es dann etwas ruhiger zu. Der Reguläre Übungs- und
Sportbetrieb lief reibungslos, die Turner/innen und die Volleyballer nahmen an
verschiedenen Turnieren teil. Am 01.01.1989 zählte der Verein 807 Mitglieder,
davon 253 männlich und 534 weiblich. 386 Mitglieder waren jünger als 21 Jahre.
Aufgrund des großen Interesses wurde eine Volleyball-Kindergruppe mit 20 Mädchen
und Jungen gebildet. Die Basketball-Abteilung stabilisierte sich und führte
einige Freundschaftsspiele durch. Es wurde geplant, ab der nächsten Saison eine
Jugendmannschaft zu Meisterschaftsspielen zu melden.
Bei der Jahreshauptversammlung 1989 wurde in einer Gedenkminute des langjährigen
und ältesten aktiven Mitgliedes Willi Classen und Präses Pfarrer Otto Enger
gedacht, die beide in dem vergangenen Jahr plötzlich und unerwartet verstorben
waren und eine Lücke in der Vereinsführung hinterließen.
Am 21. und 22. Oktober 1989 wurde in der Jugendherberge Rurberg ein
Informations- und Diskussionswochenende für den erweiterten Vorstand (mit
Familie) mit 21 Erwachsenen und 8 Kindern durchgeführt. Bei den Gesprächen
wurden wertvolle Impulse für die Vereinsarbeit erarbeitet, aber auch die
Geselligkeit kam nicht zu kurz.
Bei der Tischtennis-Abteilung gab es durch den plötzlichen Tod des
Abteilungsleiters Georg Lindner einen Wechsel in der Führung. Am 09.11.89 wurde
Wilfried Blasius zum neuen Abteilungsleiter gewählt. Durch die Ausbildung von
Übungsleitern und dem Mitgliederzuwachs insbesondere bei den Jugendlichen im
Jahre 1990 konnte sich die Tischtennis-Abteilung erheblich verstärken.
Das 70jährige Bestehen der DJK Forster Linde wurde 1990 mit verschiedenen
Veranstaltungen begangen. Ein Spielfest für Kinder wurde ein großer Erfolg mit
zahlreichen Teilnehmern, die unter Leitung des Jugendausschusses sehr viel Spaß
und Freude hatten. Ein Empfang im Jugendheim Forster Linde sah viele
Vereismitglieder und Gäste bei den Gratulanten, unter ihnen Oberbürgermeister
Dr. Linden. Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildete am 27.10.1990 ein
Familienabend mit buntem Programm in Saalbau Kommer. Am 31.12.1990 zählte der
Verein 858 Mitglieder.
Bei der Jahreshauptversammlung 1991 gab es einen größeren Wechsel im Vorsand.
Annemarie Steins als stellvertretende Vorsitzende, Marita Jägers als
Jugendleiterin und Dieter Jägers aus stellv. Vorsitzender und Pressewart legten
aus zeitlichen und persönlichen Gründen ihre Ämter nieder. Sie erhielten als
Dank für Ihre Arbeit das DJK –Ehrenabzeichen in Bronze des Verbandes verliehen.
Bei der anschließenden Neuwahl wurden Irmgard Zimmermann als stellv. Vorsitzende
und Monja Zimmermann als Jugendleiterin neu in den Vorstand gewählt.
Die Entwicklung der Mitgliederzahlen blieb in den folgenden Jahren konstant, der
positive Trend vor allem bei Kindern hielt an. Ende 1993 waren 48% der
Mitglieder unter 21 Jahren, es gab fünf Eltern –Kindgruppen, die alle gut
besucht waren. Anstelle einer Weihnachtsfeier wurde für die Kinder im Oktober
ein Zirkus veranstaltet. Die engagierten Clowns konnten die Kinder mitreißen und
begeistern.
Die Rock’n Roll –Gruppe war inzwischen sehr gefragt und zeigte bei vielen
Veranstaltungen ihr vielseitiges Können, so unter anderem bei der EUREGIO -
Ausstellung und bei der Frauenbörse. Zwei Paare nahmen mit großem Erfolg an zwei
Turnieren teil. Durch neu beschaffte Trikos konnten die Rock’n Roller ihre
Zugehörigkeit zur DJK Forster Linde noch deutlicher zeigen.
1993 war die DJK Forster Linde beim OPEN-AIR der 16 Forster Vereine wie in den
Vorjahren stark vertreten. Die Frauen betreuten nicht nur die Cafeteria, sondern
konnten auch in vielen Gesprächen über den Verein informieren. Der
Jugendausschuss veranstaltete ein Sommerfest für Kinder und einen Bastelabend
mit Marionetten.
Die am ersten Wochenende im Dezember angebotene Kinderbetreuung fand enormen
Anklang. 80 Eltern konnten beruhigt ihre Weihnachtseinkäufe machen, während die
Sprösslinge mit Basteln und anderen Aktivitäten beschäftigt waren. Wegen des
großen Erfolges wurde dieses Angebot in den Folgejahren wiederholt.
Bei der Jahreshauptversammlung 1993 wurden 6 Mitglieder für 25jährige
Mitgliedschaft mit DJK-Treuenadel und Urkunde ausgezeichnet. Oberturnwart
Waldemar Dücker erhielt das DJK Ehrenzeichen in Bronze für seine langjährige
Tätigkeit im Vereinsvorstand und als Übungsleiter.
Eine Asylanten –Sportgruppe, auf Bitten des Stadtsportbundes gegründet, fand nur
wenig Anklang und wurde nach fünf Wochen wieder geschlossen. In den bestehenden
Sportgruppen, besonders bei Basket- und Volleyball konnten viele ausländische
Mitbürger, aber auch viele Aussiedler integriert werden. Sie bedeuten eine gute
Verstärkung, es gab kaum Integrationsprobleme.
Im Jahre 1994 war ein Schwerpunkt die Mitgliederverwaltung. Waldemar Dücker, der
bei der Jahreshauptversammlung 1994 mit dem Ehrenzeichen in Silber des
DJK-Verbandes ausgezeichnet wurde, übernahm verantwortlich diese Aufgabe und
führte verstärkt die Überprüfung und Berichtigung der Mitgliederdatei durch. Am
Jahresende ergaben sich 780 Mitglieder, nachdem alle „Karteileichen“ ausgemustert
worden waren.
Die Jahre 1995 bis 2007 sind in
Bearbeitung.