Die Geschichte des Hapkido - Hankido
|
|
| Die historische Entwicklung der Kampfkünste in Korea ist untrennbar mit der Geschichte des Landes und seiner Kultur verbunden. Die wenigen erhaltenen historischen Aufzeichnungen über die verschiedenen Dynastien belegen, dass die Wurzeln bzw. Vorläufer der koreanischen Kampfsysteme mehr als 2000 Jahre zurückreichen. Über diese Jahre haben sich diese Kampfkünste weiterentwickelt und ihrer Zeit angepasst. |
Wenn auch viele Techniken,
die in Hap-Ki-Do verwendet werden, ihren Ursprung in alten asiatischen
Kampfkünsten
haben, so beginnt die eigentliche Geschichte des HapKiDo mit dem koreanischen
Großmeister Choi Yong Sool (1904-1986). Im Jahr 1912 kam Choi nach
dem Tod seiner früh verstorbenen Eltern nach Japan. Dieser wurde von einem
Süßwarenhersteller aufgenommen. Er war in dieser Zeit ein schwieriges
Kind und kam in dem neuen Land als Ausländer mit der Sprache und seiner
Umgebung nicht zurecht. Somit nahm ihn der Großmeister Sakaku Takeda in sein
Dojan auf, der in dieser Zeit das Daito-Ryu Aikijujutsu unterrichtete. Choi
hat bei ihm dreizig Jahre trainiert und diese Kampfkunst, die später für dem
uns bekannten Aikido umbenannt wurde, mit weiterentwickelt. Nach dem Tod
vom Großmeister Takeda kehre er nach Korea zurück. Dort arbeitete er als Fabrikarbeiter,
wo er sich eines Tages
in einer Schlägerei gegen mehrere Angreifer bei dem Managment auf sich
aufmerksam gemacht hat. Suh Bok Sup war selber ein Judo Danträger und
stellte Choi als persönlichen Trainer ein, mit dem er seine Kampfkunst durch
diverse Verteidigungstechniken gegen Judo spezifische Techniken
weiterentwickelte. Diese Kampfstil nannte er Yawara. Doch dabei ist es
nicht geblieben, durch das Studieren weiterer Kampkünste erweiterte sich
sein Stil, der bei jeder Erweiterung einen neuen Namen bekommen hatte.
1982 versuchte Großmeister Choi durch eine Reise in die USA alle Hapkido
Stilrichtungen zu vereinen, so wie es auch bei anderen Kampfsportarten z.B.
Taekwondo, Judo oder Aikido gelungen ist. Doch an dieser Aufgabe ist er
leider gescheitert. Er starb 1986 in dem Alter von 82 Jahren. |
Großmeister
Ji Han Jae nannte als erster seine Kampfkunst Hapkido. Er
wurde 1936 in Andong
(Südkorea)
geboren und begann im Alter von 13 Jahren sein Training bei Choi Yong Sool.
Dort wurde er bald sein Meisterschüler. Im Alter von 20 Jahren trennte
sich Ji von Choi und nahm sein Training bei dem Meister Taoist Lee auf. Hier
lernte er viele Langstock, Kurzstock und Meditationstechniken. Zwei Jahre
später vereinte er die beiden Techniken von Choi und Seoul und nannte diese
Kampfkunst Hapkido. Diesen Namen schrieb er aber seinem Großmeister Choi Yong Sool. Mit 23 Jahren eröffnete er sein erstes Dojang in Andong und
begann Hap-Ki-Do zu unterrichten. Dort entwickelte er das Hapkido mit
anderen Großmeistern zu einer allrounden und perfekten
Kampfkunst weiter. 1962 wurde Ji der Bodyguard vom koreanischen
Präsidenten, wo er auch zum Ausbilder der Spezialeinheiten ernannt worden
ist. Als aber 1979 der koreanische Präsident Chung-Hee Park von einem
Schüler Ji’s ermordet wurde, ist auch Ji zu einer Gefängnisstrafe
verurteilt worden. Er wurde beschuldigt Beihilfe geleistet zu haben, was
später wiederrufen wurde. Nach diesem Jahr ist Ji wie auch viele andere Meister in die USA ausgewandert. Er verbreitet das
Hapkido bis heute noch. |
Myung
Jae-nam begann im Kindesalter mit dem Hapkidotraining. Als er 21 Jahre alt
wurde, ging er nach
Seoul,
wo er zusammen mit Ji Han-Jae trainierte. Einige Jahre später eröffnete er
seine eigene Schule, in der er selbst nach der idealen Kampfkunst forschte.
Dafür reiste er nach Japan. Dort tauschte er zusammen mit dem Meister Hirata seine Hapkidotechniken gegen die japanischen Aikidotechniken. Diese
weichen Bewegungen haben ihn so überzeugt, dass er mehrere Techniken in sein
Hapkidotraining eingebaut hat. Über seine Schule hinaus publizierte Myung
seinen neuen Stiel des Hapkido, sodass er seine eigene Organisation die
„International Hapkido Federation“ gründete. Diese wurde schon nach einem
Jahr von der koreanischen Regierung anerkannt. Myong Jae-Nam verbreitete
seinen Stil, den er Hankido genannt hatte, durch mehrere Bücher und
Videos, die er selbst veröffentlichte. Mit dem Hankumdo, eine koreanische
Schwertkunst, komplettierte er sein System. Wegen dieser Entwickling nannte er die
Internationale Hapkido Federation in die Internationele H.K.D. Federation um. Das H.K.D. steht für
Hapkido, Hankido und Hankumdo. Kurz darauf
verstarb der Grußmeiseter Myong Jae-Nam durch seine lange Krankheit im Jahre
1999. |
| In Korea
gibt es drei große Verbände, die auch offiziell von der koreanischen
Regierung anerkannt sind. Die Deutsche Hapkido Federation ist die einzige
Organisation in Deutschland, die an einer dieser Verbände angeschlossen ist.
Meister Kim Hee-Jong ist der Chef
Instruktor für Deutschland und verbindet nicht nur die International Hapkido
Federation mit der DHF (Deutsche Hapkido Federation), sondern gibt auch
jedes Jahr in Deutschland Seminare für Danträger des DHF.
|